KommEnergie Juniors – ein Tennisfest ohne Feier

Die Pandemie bestimmt das Zeitgeschehen und hält das öffentliche Leben fest in ihrem eisernen Griff. Nur wenige Aktivitäten lassen sich ihr abringen und bedenkenlos in diesen Zeiten durchführen. Der Tennissport ist eine dieser Aktivitäten und so werden aktuell die Plätze gestürmt wie zuletzt in Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf.

Gut gelegen kam dabei der Termin der 5. KommEnergie Juniors am 29.4.-2.5.. Das Jugendturnier, welches hauptverantwortlich vom TC Eichenau ausgetragen wird, lockte in den vergangengen Jahren mit einer Palette an Angeboten neben dem Platz – von einer Players’ Lounge über eine Fotowand bis hin zu einem Glücksrad war alles geboten. Das alles kam dieses Jahr für die Veranstalter natürlich nicht in Frage, in Zeiten einer Pandemie steht der maximale Hygiene-Standard  an erster Stelle. So wurde unter anderem die Playstation aus der Lounge gegen Selbsttestkits für jeden ausgetauscht und die Becker-Perücke an der Fotowand wich der FFP-2 Maske. 

Der Maßnahmenkatalog, welcher im Vorhinein noch als potenziell abschreckend empfunden wurde, entpuppte sich als das Gegenteil. Alles, was eine Wohnung im Umkreis besaß, ein Wohnmobil hatte oder eine sonstige legale Bleibe finden konnte, kam angereist – Anfahrten mit sieben oder acht Stunden waren keine Seltenheit. Zu groß war der Enthusiasmus nach langen tennislosen Monaten endlich wieder auf der roten Asche auf Punktejagd gehen zu können. Am Ende standen Rekorde zu Buche, die wohl für die Ewigkeit bestimmt sind: 296 Teilnehmer und TeilnehmerInnen, knapp 500 registrierte Anmeldungen für die begrenzten Teilnahmeplätze. 

Als wäre die Organisation eines solch riesigen Turniers, welches ingesamt fünf Anlagen im Umkreis verschluckte – neben dem Nachbarverein TC Puchheim unterstützten auch der TSV Alling, der TC Gernlinden und der TC Eschenried, unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen nicht schon komplex genug, durchkreuzte das Regenwetter immer wieder die Spielpläne. Allein der riesigen Tennislust der TeinehmerInnen war es geschuldet, dass das Turnier fast in Gänze am Wochenende gespielt werden konnte, häufig erklärten sich die Spieler zu drei Matches am Finalsonntag bereit. Der Qualität des Sports tat dies keinen Abbruch. Zahlreiche Talente aus der deutschlandweiten Tenniselite kämpften um Rum und Ehre und zeigten sich vor coronabedingt leeren Rängen von ihrer besten Seite. 

Rundherum positiv war das Fazit der Turnierleitung nach dem Turnier. Keine Zwischenfälle, Tennis vom allerfeinsten, mehr hätte man in diesem Jahr nicht erwarten können. Nun wir freuen wir uns schon auf das kommende Jahr und auf Turnier, bei dem hoffentlich wieder alles beim alten sein wird!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.